Das Grabner Outside ist aufgrund seiner kurzen Wasserlinie und dem hochgezogenen Heck und Bug ein Kanu das seine großen Stärken im Wildwasser hat. Aufgrund des hohen Betriebsdruck und den vorbildlichen Qualitätsstandards des Herstellers Grabner wird es auch sehr gerne bei abgelegenen Expeditions- Kanureisen in der Wildnis verwendet.

 

Technische Daten Grabner Outside

Kanu Name / Bezeichnung  Outside
Hersteller  Grabner
Länge (cm)  410 cm
Breite (cm)  100 cm
Gewicht (kg)  23 kg
Zuladung / Nutzlast (kg)  330 kg
Personenanzahl  3
Packmaß (cm)  55 x 30 x 25
Schlauch Durchmesser (cm)  30 cm
Luftkammern  3
Material  1100 dtex
Max. Betriebsdruck in bar  0,3
WW - Kategorie  6
Aufbauzeit (min)  10 min
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Bilder und Videos Grabner Outside

 

 

Video: Kanutour mit Grabner Outside

 

Praxis Test / Erfahrung / Reiseberichte mit Grabner Outside

 

Das Outside ist für Wildwasserfahrten ausgelegt. Hochgezogenes Heck und Bug. Der Bootsboden ist eher rundlicher und nicht so flach wie beispielsweise bei den gutmütigen Verleihkanus. Diese Rundungen im Bootsboden bringen den Vorteil, dass es sehr wendig ist. Es wechselt schneller seine Ausrichtung wie ein Silvio Berlusconi in einem Raum voller gehirnamputierter Topmodels. In der Praxis bedeutet dies, dass dieses Boot sofort Feedback zu eventuellen Nachlässigkeiten gibt. Wenn man gemeinsam auf einem ruhigen Abschnitt paddelt so müssen Bug und Heckpaddler immer synrchron ihren Paddelschlag absolvieren. Das ist ja vollkommen normal. Wenn allerdings einer mal ein Schlag auslässt weil er zum Beispiel etwas trinkt, macht das Outside sofort eine Pirouette. Die Wendigkeit bringt Vorteile, wenn im Wildwasser schnelle Richtungswechsel nötig sind, erfordert aber gleichzeitig eine absolute Kontrolle der Paddler.


Die Bootsform sorgt auch dafür, dass es in der Längsachse sehr schnell dreht, was bedeutet, dass man schneller im Wasser liegt, als man denkt. Zum Beispiel wenn man Grundkontakt bekommt.
Der Outside liegt bei einem tiefen Schwerpunkt schon sehr stabil und sicher im Wasser. Beim Beladen des Kanus (Kanu beladen / Kanu trimmen) sollte man daher darauf achten, dass alles auf einen tiefen Schwerpunkt heraus äuft. Ebenso ist es für eine stabile Lage unerlässlich, kniend zu paddeln. Wie so oft sind aber Theorie und Praxis etwas unterschiedlich. Wenn man Gepäck für 2 Wochen dabei hat, so kann man nicht alles nahe am Bootsboden verstauen, hierfür fehlt der Platz im Outside. Man bekommt also schon beim Beladen einen höheren Schwerpunkt.

Und das Knien im Boot bei längeren Touren aufgrund des mangelnden Platzes leider nicht umsetztbar. Hierbei ist die Gefahr zu groß, dass man sich bei einer eventuellen Kenterung die Unterschenkel unter dem Sitzbrett einklemmt, und dann hat man ein ernstes Problem. Das ist im übrigen auch beim Adventure Kanu so. Wenn man kniend im Boot sitzt und vor sich noch etwas Ausrütung im Boot hat, stellt man sich automatisch die Frage: „Bekomme ich meine Unterschenkel bei einer Kenterung schnell genug da raus?“ Diese Gefahr sehen viele Paddler. Weshalb der Hersteller Grabner auf dieses Bedürfnis noch nicht reagiert hat (beispielsweise mit einer Art Panikschlaufe), ist uns allerdings schleierhaft.