Das Hauptproblem beim Fotografieren und Filmen beim Packrafting, Trekking, Wandern bzw. Kanutouren ist das Wasser. Natürlich im besonderem bei Kanutouren und beim Packraften, schließlich finden die Touren mit dem Packraft, Canadier oder Kajak auf Seen und Flüssen statt, und dort ist die Gefahr groß daß die Fotokamera nass wird. Fällt sie gar ins Wasser reißt dies ein fettes Loch in das Urlaubs Budget und tolle Fotos kannst du danach auch vergessen. Da kann man froh sein wenn man die SD Karte noch retten kann und die bisherigen Bilder nicht verloren gegangen sind. Gute Fotokameras sind nicht gerade billig und man möchte daher die Gefahr dass sie nass und unbrauchbar werden auf ein Minimum reduzieren. Überhaupt nicht zu fotografieren oder nur wenn man sicher am Ufer steht ist unserer Meinung nach auch keine Lösung, den in vielen Kanurevieren kann man sensationelle Fotos machen und zwar während man mit dem Kanu unterwegs ist.

Wer auf schöne Fotos nicht verzichten möchte bekommt hier ein paar Hinweise darauf wie man bei solchen "nassen" Outdoor Touren immer noch brauchbare Urlaubs- Fotos machen kann.

Das erste was man benötigt ist ein gute Kompaktkamera. Das wird jetzt keine Foto Kaufberatung zum Thema besten Kompakt Fotokamera aber ein paar Tipps gibt es diesbezüglich von uns schon: Allgemein haben wir aber festgestellt dass sich eine Investition in eine wirklich gute Kamera lohnt. Wenn man diese auf entsprechenden Touren vernünftig schützt begleitet diese einen für einige Jahre und bringt durch ihre guten Ergebnisse auch eine Menge Freude. Wer gerade eine neue gute Digitalkamera sucht, kann mal einen Blick in die Bestseller Liste bei Amazon werfen (Link: Beliebte Digitalkameras). Zudem sollte man sich rudimentär mit dem Fotografieren auseinandersetzten. Die ISO Zahl setzt man auf 100 das Blitzlicht gehört grundsätzlich aus. Denn es gibt keine schönen Bilder mit Blitzlicht, das ist nun mal eben eine Tatsache. Wenn es dunkel wird die ISO Zahl etwas erhöhen bzw. die Blende dreht man auf.

 

Regel Nummer 1: Kamera immer griffbereit aber doch sicher geschützt

"Kamera immer griffbereit am Mann (oder Frau)!". Mit diesem Motto gelingen die wertvollsten und schönsten Urlaubsbilder. Das oben erwähnte Problem mit dem Wasser kann dazu führen dass manche Menschen die Kamera gut geschützt, doppelt und dreifach verpackt ganz unten in eine Kanutonne oder einen Packsack legen. Dort liegt sie dann den ganzen Tag und höchstens am Abend wird sie mal ausgepackt und ein paar Bilder geschossen. Fataler Fehler… zumindest wenn man es aus Urlaubsbilder Sicht betrachtet, denn so entstehen keine Bilder auf dem Fluss oder dem See oder bei den Pausen da man meistens zu faul ist das gute Stück auszupacken und danach wieder zu verstauen.

Daher benutzen wir stabile, wasserdichte Boxen für unsere Kameras. Und diese (möglichst kleinen) Boxen werden die Fotokameras sicher verstaut und dann sicher am Mann getragen z.B. in der Tasche von der Schwimmweste oder in einer Gürteltasche. Damit kann man sicher sein das die Kamera 100 % geschützt ist selbst wenn das gesamte Kanu mit Besatzung kentert oder ein Platzregen den Paddler überrascht. Die Boxen welche wir verwenden sind absolut wasserdicht und auch äußerst stabil so dass die Fotokamera darin auch vor Stößen oder anderen Ungeschicklichkeiten geschützt ist.

Kamera-in-Pelibox-offen

 Fotokamera in wasserdichter Box offen

Kamera-in-Pelibox-zu

 Fotokamera in wasserdichter Box geschlossen

Pelibox-in-die-Schwimmweste

Wasserdichter Box wird in Schwimmweste verstaut

Möchte man jetzt während des Kanuurlaubs spontan ein Foto schießen holt man die Box raus, fotografiert, packt sie wieder weg und man geht bzw. paddelt weiter. Mit diesem Vorgehen ist es möglich jederzeit Fotos machen ohne ständig Schweißausbrüche zu bekommen weil man sich Sorgen um die Kameras machen. Und Fotos während der Tour also beim Paddeln zu schießen ist klasse und man kann die tollsten Erinnerungen festhalten. Bei den Boxen ist es übrigens sinnvoll sie mit entsprechend Schaumstoff auszukleiden, damit die Kompaktkamera innerhalb der Box nicht hin und her fliegt.

Die kleinen Boxen mit der Kompaktkamera kann man irgendwo in der Schwimmweste (Artikel Empfehlung: Schwimmweste, Rettungsweste, Schwimmhilfe | Ich will doch nur paddeln) oder der Kleidung gut verstauen. Bei größeren Digitalkameras sind auch größere Boxen erforderlich. Diese kann man während der Kanutour ebenfalls griffbereit ins Kanu legen. Ob einem eine kleine, handlichere Kompaktkamera auf seinen (Kanu) Reisen ausreicht, oder ob man noch hochwertigere Bilder mit Hilfe einer größeren Digitalkamera aufnehmen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Gute Erfahrungen haben wir mit folgenden Boxen gemacht. Die Peli Micro Case Box 1010 und die etwas größere Ultrabox 206 von Underwater Kenetics. Beide Boxen sind absolut wasserdicht und sehr stabil und kann man beispielsweise bei Amazon kaufen (siehe Links). In unseren persönlichen Digitalkamera Test haben wir gute Erfahrung mit den Lumix Modellen von Panasonic gemacht (siehe: Lumix Modelle im Fotoshop). Dies Fotokamera Modelle machen ganz brauchbare Bilder und passen zudem in die erwähnten Peliboxen. Falls man nicht so eine kleine wasserdichte Box zur Verfügung hat, besteht noch die Möglichkeit die Fotokamera in die "Schnellzugriffs Kanutonne" zu packen. Mehr dazu im Artikel: Kanu beladen / Kanu trimmen

 

Für lang anhaltendes Fotografie Vergnügen: Kälte schadet dem Akku

Auf längeren Kanureisen muss man sich auch mal über die Akkuleistung der Digitalkamera Gedanken machen. Die etablierten Fotokamera Hersteller haben das Thema meistens im Griff und da man sowieso am besten ohne Blitz fotografieren sollte reicht ein Akku zumeist doch für einige Tage. Wenn es allerdings doch mehr als eine Woche auf Tour geht ist es sinnvoll ein Ersatz Akku mit einzupacken. Alternativ kann man auch noch ein Reise Solarpanel zum Aufladen mit einpacken, da muss man abwägen ob der Aufwand bzw. der Kauf sich lohnt. Akkus reagieren nicht gut auf Kälte. Daher sollte man die Kameras bzw. die Akkus immer möglichst warm halten und beispielsweise nahe am Körper tragen.

 

Bevor wir uns mit dem Thema Videos auf Kanutouren auseinandersetzen noch ein paar weitere Tipps zum Thema Fotografieren beim Paddeln:

  • Besonders tolle Aufnahmen kann man machen wenn man mit mehr als einem Kanu unterwegs ist. Damit kann das jeweils andere Kanu immer schöne Bilder von der anderen Bootsmannschaft schießen. Sollte die begleitende Kanucrew am Abend nicht mindestens 10 brauchbare Bilder vom anderem Kanu Team vorweisen können sind im Regelfall 50 Liegestützen fällig.
  • Auf Reisen passieren auch immer mal wieder Dinge welche nicht so toll sind. "Die Umtrage- Passage ist keine 50 Meter sondern 500 Meter lang … super und das ganze ohne Bootswagen". "Der Platzregen setzt gerade ein und man stellt fest dass die Regenhose noch daheim auf dem Bett liegt". "Oh, der Markus reagiert offensichtlich mit einem hässlichen Hautausschlag auf dieses Mückenmittel". Die Devise heißt auch in Situationen wo die Laune mal im Keller lautet: WEITER FOTOGRAFIEREN. Im Nachhinein sind diese Stresssituationen sowieso nur noch halb so schlimm und man ist froh wenn es davon dann doch Bilder gibt. Es sind oft die interessantesten Geschichten wenn man vom Kanuurlaub erzählt.
  • Schon mal bei einem Bekannten gesessen und das Vergnügen gehabt seine 685 Digitalbilder in einer Diashow am Computer anschauen zu "dürfen"? Leute das ist pure Folter. Die Lösung dafür heißt Fotobuch. Es ist eine schöne Erinnerung und solche Bücher kann man mit seiner eigenen Geschwindigkeit betrachten und bei Bedarf einfach zügig durchblättern.

 

Videos aufnehmen beim Paddeln und anderen Outdoor Aktivitäten

Teile vom Packrafting und Kanuurlaub auch als Film festzuhalten ist grundsätzlich eine sensationell gute Idee. Hierbei hat man aber erst einmal dasselbe Problem wie mit der Fotokamera. Eine herkömmliche Videokamera reagiert auf Wasserkontakt etwas zickig. Fällt die Videokamera gar ins Wasser darf man dem (meist weiblichen) Finanzchef daheim erklären weshalb es zu diesem Loch im Haushalts Eta gekommen ist … dass wird dann meistens nichts mehr mit der neuen Angelrolle in dieser Abrechnungs- Periode.

Die Lösung für dieses Problem ist die GoPro oder eine andere wasserdichte Action Cam. Das ist eine Video Kamera welche wasserdicht ist und für Sport Aufnahmen konzipiert wurde. Also die Kamera selber ist nicht wasserdicht aber der Hersteller liefert eine Box mit in welcher sich wasserdicht gelagert werden kann und man dabei trotzdem filmen kann. Die Kamera selber macht Aufnahmen in HD Qualität. Je nach eingestelltem Modus macht die Videokamera Filmaufnahmen oder einzelne Fotos. Mit diesen Eigenschaften ist sie ideal für Filmaufnahmen bei Kanutouren geeignet. Für die GoPro Kamera gibt es eine Menge Zubehör welches man kaufen kann um die Filmaufnahmen auf, neben oder unter dem Wasser zu optimieren (Siehe GoPro Shop: GoPro und GoPro Zubehör). Wenn wir mit der GoPro und dem Kanu unterwegs sind nutzen wir beispielsweise die Kopfhalterung um Videoaufnahmen beim Kanufahren zu machen. Die Hände müssten schließlich ans Paddel.

GoPro-Videokamera

GoPro mit Kopfhalterung

GoPro-Kopfband-von-vorne

GoPro mit Kopfhalterung von Vorne

GoPro-Kopfhalterung-von-sei

GoPro mit Kopfhalterung von der Seite

Man kann sich dann entscheiden ob der Bug oder Heckpaddler das Ding aufsetzt. Beide Perspektiven haben ihren Reiz. Im nachfolgenden Film kann man sehen wie diese Aufnahmen dann wirken. Der nachfolgende Film zeigt ein paar Aufnahmen als wir einen Paddelkurs begleitet haben. Bei den ersten Filmaufnahmen trägt der Heckpaddler die Kamera, in den späteren Aufnahmen darf der Bugpaddler die Kameraführung übernehmen.

Video: Paddelkurs gefilmt mit der GoPro Kopfhalterung

Was wir auch recht witzig finden ist die Kamera vorne am Bug des Kanus zu befestigen. Damit lässt sich der Ritt durch eventuelle Stromschnellen ebenfalls gut festhalten.

GoPro-Kanu-von-vorne

GoPro am Kanu befestigt von vorne

GoPro-Kanu-schraeg

GoPro am Kanu befestigt

GoPro-Kanu-von-Seite

GoPro am Kanu befestigt seitlich

In nachfolgenden Film sieht man die Aufnahmen mit der GoPro am Bug des Kanus. Die Aufnahmen sind am Ivalojoki in Finnland entstanden. Die Befestigung der GoPro kann man noch optimieren, aber in unserem Fall hat das vollkommen ausgereicht.
 

Video: Aufnahmen mit der Videokamera am Bug vom Kanu

 

Bei zwei Punkten hat der GoPro Hersteller allerdings noch etwas Optimierungs- Potenzial:

  1. Die GoPro selber ist nicht gerade günstig, daher muss man da schon ein paar Euros in die Hand nehmen wenn man Filmaufnahmen von den Kanureisen machen möchte. Allerdings kann man sie natürlich nicht nur beim Paddeln einsetzten. Und wenn man Spaß am Filmen hat so kann man die Filmkamera so gut wie überall mit hinnehmen und Filmaufnahmen machen.
  2. Die Akkulaufzeit. Die Herstellerangaben zur GoPro Akkulaufzeit sind so ähnlich wie die der Autohersteller zum Benzinverbrauch: Was da auf dem Zettel steht kriegt man in der Praxis nicht hin. Wenn man mit der GoPro ein paar Tage in der Wildnis unterwegs ist dann braucht man unbedingt Ersatz Akkus. Zudem sollte man die Akkus wenn man sie nicht benötigt herausnehmen und am Körper tragen um sie warm zu halten. Denn die GoPro Akkus reagieren auch äußerst zickig auf Kälte. Wenn man mit dem Flieger zum Kanuurlaub anreist kann es sein das man einen fast leerer Akkus aus dem Gepäckraum des Linienflieger zurückbekommt. Daher unser GoPro Akku Tipp: Den Akku bei immer am Mann tragen wenn man nicht gerade am Filmen ist.

 

Sendet uns die Bilder von euren Kanutouren wenn ihr möchtet

Tolle Fotos und Videoaufnahmen sind eine schöne Erinnerung an einen Kanuurlaub. Und hier gab es nun einig Tipps wie man zu diesen kommen kann. Einige der "Fotografie Tipps" kann man natürlich auch bei anderen Outdoor Aktivitäten umsetzten. Selber haben wir eine riesige Freude an den verschiedenen Aufnahmen von unseren Kanufahrten. Und wer möchte kann uns gerne auch Fotoaufnahmen von Seen und Flüssen zusenden. Wir bauen diese sehr gerne bei den jeweiligen Kanutour Beschreibungen in den verschiedenen Ländern mit ein. Ihr könnt euch einfach über das Kontaktformular melden.

 

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