Wildwasser / Stromschnellen mit dem Kanu befahren

Mit dem Befahren von Stromschnellen erhöht sich auch die Gefahr des Kenterns. Beim Fluß und Seepaddeln muß man damit eigentlich nicht rechnen, wenn nicht besondere Umstände auftreten. Am Ende des Artikels befindet sich eine Tabelle welche die verschiedenen Abstufungen für Wildwasser aufzeigt (Link: Direkt zur Tabelle). Dabei gibt es die Abstufungen I (unschwierig) bis VI (Grenze der Befahrbarkeit). Auch wenn es nicht unbedingt wahrscheinlich ist, so sollte man ab Stufe II damit rechnen das man kentert. Das kann recht schnell gehen wenn man mal einen Stein kurz unter der Wasseroberfläche übersieht. Im Artikel Sicherheit wird schon auf gewisse Sicherheitsaspekte hingewiesen welche man beachten sollte wenn man Stromschnellen (englisch: White Water) befährt. Wer auf der Suche nach Lektüre zum Thema Kanu und Wildwasser ist, findet hier im Webshop eine Auswahl: Externe Link - Kanu und Wildwasser

 

Beim Befahren der Stromschnellen sollten folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Wenn es möglich ist solle man die Stromschnelle / Wildwasser vorher vom Ufer aus besichtigen und eine Ideallinie festlegen. Dies wird zumindest ab der Wildwasser Kategorie III dringend empfohlen.
  • Schwimmwesten und Helm (z.B. Multisport Helm POC Receptor +) anlegen bevor man in die Stromschnellen hineinfährt (Siehe auch Artikel: Schwimmweste, Rettungsweste, Schwimmhilfe | Ich will doch nur paddeln).
  • Alle Ausrüstungsgegenstände und der Proviant ist in Kanutonnen und Kanusäcke / Drybags – Wasserdicht verpacken verstaut
  • Alle Säcke und Tonnen sind mit einem Seil am Kanu gesichert (Ausrüstungsgegenstände welche zwar richtig verpackt sind, aber am Flußgrund liegen gelten ebenfalls als verloren). Siehe hierzu Artikel: Kanu beladen / Kanu trimmen
  • Paddelt man in einem Kanadier ist es sehr hilfreich wenn man eine Spritzdecke zur Verfügung hat.
  • Sollte man Personen bzw. Kinder im Boot haben welche mit einer Kenterung nicht klar kommen würden, muß man die Stromschnelle umtragen bzw. umtreideln.
  • Wenn man doch mal kentert: Schauen ob mit dem Partner alles in Ordnung ist. Am Kanu festhalten. Das Paddeln möglichst nicht verlieren. Und mit den Füssen voran, stromabwärts treiben lassen bis es eine Möglichkeit gibt alles ans Land zu ziehen. Wenn stromabwärts grössere Gefahr, oder Unterkühlung lauert, das Kanu sausen lassen und sich gemeinsam ans Ufer retten.

Von den lokalen Kanutouren Veranstaltern vor Ort erhält man oft eine genaue Streckenkarte / Flussbeschreibungen. Dort werden auch oft die Wildwasser Kategorien der einzelnen Wildwasser stellen angegeben. Anhand dieser Angaben weiß man dann oft was auf einen zukommt.

Allerdings kann es sein das sich diese Angaben verändern können. Sehr oft haben diese Bedingungen schließlich einen direkten Zusammenhang mit der Wassermenge welche der Fluß führt. Im Frühjahr führen die Flüsse oft mehr Wasser als im Spätsommer. Im Frühjahr säufst du nach der zweiten Schwelle ab.... im Spätsommer kannst du das selbe Ding rückwärts runterpaddeln und nebenher noch angeln.... na ja fast.

stromschnelle ww iv

Bild: Stromschnellen begutachten vor der Durchfahrt

 

Jedenfalls darf man sich auf keinen Fall darauf verlassen das ein Wildwasser von einer bestimmten Kategorie immer gleich ist. Starke Regenfälle in der Nacht zuvor können dafür sorgen das die Meßlatte gleich mal um ein Grad nach oben gesetzt werden müßte. Hinzu kommt dann unter Umständen, daß es manchmal nicht so ganz klar ist wer denn genau die Bewertung der Stromschnellen vorgenommen hat, welche man auf einer selbst gezeichneten Karte sieht. Man kann es auch mit skandinavischer Gelassenheit bezeichnen. Aber die Aussage „The white water on this river is no problem“ ist jedenfalls sehr dehnbar in den nördlichen Ländern..

 

Stromschnellen lesen, Erfahrungen sammeln und die richtige Paddeltechnik

Im Normalfall ist es so das man seine ersten Paddelschwünge auf stehendem Gewässer hinter sich bringt. Dies kann in einem Anfänger Paddelkurs sein oder auch ohne Instruktionen. Man leiht sich ein Canadier oder Kanu aus und versucht sein Glück. Natürlich ist es wesentlich sinnvoller wenn man als erstes einen Kanu Schulung besucht. Dann bekommt man von (hoffentlich) fähigen Leuten erklärt, auf was es ankommt.

Wechselt man dann ins Fließwasser muß man lernen das Wasser bzw. die Stromschnelle „zu lesen“. Das bedeutet das man erkennt welche Möglichkeiten sich denn im Fluß für den Canadier und Kajakfahrer ergeben. Denn wenn man in einer Strömung bzw. im Wildwasser paddelt, so sollte man fähig sein die Kraft welche das Wasser dort besitzt auszunutzen bzw. die Gefahren und die Vorteile zu kennen. Das Verhalten von Wasser zu kennen wenn es fließt und auf Hindernisse z.B. Steine trifft.

Bei großen, aus dem Wasser ragenden Steinen bilden sich Kehrwasser welche man ansteuern kann. Verdeckte unter Wasser liegende Hindernisse können Schwälle, Walzen und Löcher erzeugen. Teilweise ergeben sich unter Umständen dann Stellen, welche eine echte Gefahr für die Gesundheit werden können. Eine glatte, flache Wasserkante kann tödlich sein, dies wurde schon im Artikel Sicherheit bei Kanutouren mit dem Hinweis auf den Dock Street Damm erwähnt. Bei eine gerade Flußmitte fließt das in der Mitte am schnellsten im Randbereich wird es durch das Ufer und durch die geringere Tiefe abgebremst. Dort ist ein Kehrwasser. Hier ein Stein unter der Wasseroberfläche. Weiter hinten ein Prallfelsen. Wo befindet sich der Hauptstromzug? Welche Schwällen sind zu mächtig für mich als Canadier Fahrer ohne Spritzdecke? Schaffe ich es noch an dieser Stelle von der einen Fahrrinne in die andere zu wechseln?

Auch die Erkenntnisse über die jeweiligen Bootseigenschaften stellen sich ein. Da dachte man gerade das man mit dem Boot locker in dieser Linie fahren kann, und stellt dann fest man doch mit dem Boot hängen bleibt. Der Felsen war offensichtlich doch etwas knapper unter der Wasseroberfläche als man dies eingeschätzt hat. Natürlich hängt es auch davon ab ob man mit einem voll beladenen Canadier unterwegs ist welcher mit dem Proviant der nächsten zwei Wochen beladen ist, oder mit einem leichtem Kajak an einem Tagesausflug.

Viele Dinge haben einen Einfluß und es wurden hier nur ein paar wenige aufgezählt. Klar, darüber lesen kann man viel, das wird einen aber nicht viel weiterbringen. Man muss üben und lernen, einfach Erfahrungen sammeln. Empfohlen wird, das man erst einmal mit WW I anfängt, und wenn man diese beherrscht und sicher paddeln kann, sollte man zur nächsten Wildwasserkategorie übergehen. Als totaler Anfänger gleich eine Kanutour zu unternehmen in welcher WW III Wildwasser vorkommen ist suboptimal.

Aber es macht wirklich Spaß sich nach und nach zu steigern. Gerade wenn man zu zweit im Canadier sitzt, hat man ein gemeinsames Erfolgserlebnis wenn man ein Wildwasser bezwungen hat. Da kann man ruhig mal abklatschen wenn man erfolgreich war. Und je häufiger man paddlen geht oder je länger man unterwegs ist desto mehr lernt man dann. Diese Erfahrungen bringen einen weiter, gerade eben dann wenn man sich den immer höheren Wildwasserkategorien zuwenden möchte. Wenn man am Ufer steht und die kommende WW III Stromschnelle beurteilt und die beste Linie sucht, hilft es wenn man zuvor in niedrigeren Wildwasserkategorien gelernt hat was nicht funktioniert. „Try and error“ kann man gerade in kleinen Stromschnellen durchziehen. Das bringt Spaß oder nasse Klamotten, was solls. Wenn aber Walzen mit starken Rückströmungen auftreten welche Boot und Paddler festhalten können so sollte man anfangen etwas seriöser über die Durchfahrt Strategie zu reden. Wenn man beispielsweise bei einer Walze eine Rückflußzone von mehr als einem Meter feststellt, sollte man sich unbedingt von dieser Stelle fernhalten.

 

Kentern vermeiden: Immer zum Felsen lehnen!

Auch wenn das Thema mit den Hindernissen im Wasser hier nur angeschnitten wird. Wir wollen hier noch die „goldene Regeln“ erwähnen welche unbedingt beachtet werden muss wenn man mit dem Boot auf einen Felsen getrieben wird. Hier gilt: IMMER zum Fels hin lehnen. Macht man dies, so zeigt die Bootsunterseite zur Strömung hin. Das Wasser kann an der Unterseite vorbei fließen. Neigt man sich weg von dem Felsen, so kann das Wasser sofort über den unteren Süllrand in den Canadier drücken. Man hat keine Chance mehr das Kentern zu vermeiden oder gar schlimmeres. Man stellt sich am besten einen Regenschirm vor welcher aus stabilem Plastik geformt ist. Wie herum würden man ihn lieber in eine kräftige Strömung halten? Genau mit der runden oberen Seite zur Strömung hin, das entspricht der Boots Unterseite. Ein Video welches diesen Umstand etwas verdeutlicht, bzw. zeigt wie man es nicht machen solltet, findet ihr in der Kanu Mediathek: Zum Video SL-002

 

Paddeltechnik beim Kanufahren

Die ganzen erwähnten Hinweise in diesem Absatz sind für die Katz, wenn man nicht auch die nötigen Paddelschläge und Techniken beherrscht um den Canadier oder das Kajak zu kontrollieren. Es ist natürlich ganz große Klasse wenn ich die Ideallinie der Stromschnelle ausgemacht habe, aber nicht die Fähigkeiten besitze das Boot dort hin zu steuern.  Ein schweres Defizit während eines Kanu Trips, das ist sicher für jeden einleuchtend. Auf die verschiedenen Paddeltechniken soll an dieser Stellen jedoch noch nicht eingegangen werden, eventuell zu einem späteren Zeitpunkt.

Wie an verschiedenen Stellen schon erwähnt: Auf dieser Webseite geht es zumeist um das Kanuwandern. Das Erlebnis in der freien Natur in Kombination mit Angeln und Canadier fahren steht im Vordergrund. Eine Paddeltechnik welche zum Ziel führt wird natürlich benötigt. Leider fehlt aber häufig die Zeit um sich intensive darum zu kümmern die jeweiligen Fähigkeiten beim Umgang mit dem Paddel auszubauen. Es ist durchaus möglich eine Kanutour auch ohne Paddelerfahrung zu machen. Das sind dann allerdings Touren welche nur auf stehenden Gewässern stattfinden (Seepaddeln, Seetour). Grundsätzlich ist es aber so das Touren mit entsprechend geschulten Fertigkeiten noch etwas mehr Spaß machen.

Die Fähigkeit auch ein Wildwasser befahren zu können, bringt also auch den Vorteil das man mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Tourplanung hat. Man kann den Anspruch seiner Canadier und Kajaktouren nach oben schrauben. Natürlich muss man hier zuerst einmal viel üben, und Erfahrungen sammeln. Es gibt Personen welche sich genau mit diesem Thema, also der effektiven Wildwasser Paddeltechnik auseinandersetzten. Einen sehr gelungener Beitrag hierzu gibt es von Axel D. Kühn, zu finden in seinem Paddelblog: Wildwasserpaddeln im Canadier. In diesem Beitrag von Axel geht es wie gesagt um das Training. Dies bedeutet das man im Training natürlich die Boote genau dafür auswählen und die Beladung entsprechend optimieren bzw. einfach weglassen kann. Im Idealfall kann man solche Trainings regelmäßig ausführen. Anschließend darf man dann die erlernten Fähigkeiten umsetzen, und ein beladenen Canadier mit Gepäck und Proviant für 2 Wochen durch eine anspruchsvolle Stromschnelle manövrieren.

Axel D. Kühn hat auch ein Buch veröffentlicht welches das Thema Canadierpaddeln im Allgemeinen behandelt. Der Beitrag in seinem Blog deutet es schon an: Der Schreibstil ist eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Professionalität. Aufgrund dessen, und natürlich aufgrund des Buchinhaltes, können wir diese Lektüre absolut empfehlen: Canadierpaddeln von Axel D. Kühn

Empfehlung Kanukurs

 

 

 

Kanu Pflichtlektüre von Bill Mason

Es gibt einen sensationellen Kurzfilm welcher sich mit dem Thema „Stromschnellen lesen“ auseinandersetzt. Der Film ist aus dem Jahr 1977 und von der Canadier Legende Bill Mason. Auch wenn der Film hier von der Aufnahmequalität her nicht der beste ist, so sollte man sich ihn trotz alle dem anschauen. Wenn ihr Filme in HD Qualität sucht so schaut mal in die Kanu Video Mediathek. Der Film von Bill Masson ist in Englisch und er erklärt viele der oben erwähnten Wassereigenschaften von Fließgewässern, und wie man darauf reagieren sollte. Der Film ist klasse, eben eine Pflichtlektüre.

 

Film: Bill Mason zum Thema "Read Rapis" (Stromschnellen lesen)

 

Wir sind definitiv keine Wildwasser Experten. Wir sind Kanuwanderer. Wir haben Basis Paddel Kurse absolviert. Thats it. Alles weiter haben wir uns selber beigebracht bzw. verbessert... oder viel mehr, wir tun wir das immer noch. Dabei haben wir uns auf unseren Kanu Touren immer weiter gesteigert was das Wildwasser angeht. Wir sind schon mehrere Wildwasser Passagen gefahren welche mit III und IV angegeben waren. Das hat in den meisten Fällen einfach nur Spaß gemacht. Eine echte Gefahr für die Gesundheit hat dabei nie bestanden. Es ging dabei immer nur darum das man nicht kentert. Ein echter Profi Kurs in diesem Bereich wäre sicher mal interessant, bisher hat aber alles auch wunderbar ohne geklappt.

Da das Wildwasser Fahren aber gewisse Gefahren birgt sollte im Folgenden die beschriebene Vorgehensweise und Ironie nicht mit Profi Wissen verwechselt werden. Grundsätzlich und theoretisch wissen wir wie es geht. Allerdings haben wir doch immer mal wieder verschiedene Varianten probiert und mußten dabei natürlich unsere Erfahrungen machen. Der Hintermann hat die Kontrolle über die Richtung. Der Vordermann sieht aber ab und zu etwas früher verdeckte Steine oder Lücken. Jetzt sollte man es schaffen, diese beiden Erkenntnisse in eine fehlerfreie Durchfahrt der Stromschnelle umzusetzen. Dies gelingt nicht immer. Grundsätzlich kann man sagen daß der Aufruf „Scheiße“ keine klare Ansage an den Partner ist was dieser zu tun hat. Eine rechts-links Schwäche beim Vordermann kann sich ebenfalls negativ auf die Ideallinie auswirken.

Auch das so oft empfohlene Besichtigen der kritischen Stellen ist ein netter, gut gemeinter Rat aber nicht immer wirklich umsetzbar... zumindest für uns. Die Stromschnellen sind ja doch oft einige hundert Meter lang. Man kann also anhalten, aussteigen, sich durch mehr oder weniger unwegsames Gelände am Ufer bis zum Ende der Stromschnellen durchschlagen und sich dabei einen Weg durch selbige überlegen. Eine Stunde später sitzt man dann wieder im Kanadier, hat die Hälfte schon wieder vergessen und probiert dann aber trotzdem den Weg umzusetzen. Schwierig und zeitraubend. Ein Freund und erfahrener Kajakfahrer meinte einmal, dass das Wichtigste sei, in solchen Situationen immer einen Plan A zu haben. Auf unsere Frage was zu tun sei, wenn dieser sich nicht einhalten ließe, kam die weise Antwort, dass dann Plan B in Kraft träte und dieser dann aber auch ohne Kompromisse durchgezogen werden muss. Äh, ja, so also wird’s gemacht....

 

Nicht für jeden zu empfehlen, aber bei uns klappt meistens folgende Strategie (Nur bis WW III):

Rein fahren ohne Besichtigung und mit mehr oder weniger harmonischer Kommunikation gemeinsam eine Ideallinie finden. Man muß sich halt doch etwas auf die Informationen verlassen die man vorher bekommen hat. Wenn zwei unabhängige Kanu-Verleiher sagen, daß in dieser Zeit die Strecke mit einem offenen Kanadier befahrbar ist, dann geht man wohl nicht ein all zu großes Risiko ein, wenn man die Dinger blind fährt, zumindest wenn man etwas Erfahrung hat und es im Duo möglich ist in die Richtung zu fahren auf die man sich geeinigt hat. Aber wenn man die Möglichkeit hat die Stromschnelle zu erkunden sollte man dies auch tun. Lieber einmal etwas zu oft anhalten als einmal zu wenig.

Im folgenden Video könnte ihr Wildwasserabschnitte sehen welche wir während einer unsere Kanureisen gepaddelt sind, also mit Gepäck und allem drum herum. Die Wildwasser- und Paddel- Videos beginnen bei 14:20 min:

Video: Mit dem Canadier durch die Stromschnellen

 

Definition der Schwierigkeitsgrade für Stromschnellen nach dem Deutschen Kanu Verband und ICF

Grad

I

II

III

IV

V

VI

In Worten

unschwierig

mäßig schwierig

schwierig

sehr schwierig

äußerst schwierig

Grenze der Befahrbarkeit

Sicht

frei

freie Durchfahrten

übersichtliche Durchfahrten

Durchfahrten nicht ohne weiteres erkennbar, Erkundung meist nötig

Erkundung unerlässlich

im allgemeinen unmöglich, bei bestimmten Wasserständen eventuell fahrbar, hohes Risiko

Wasserverhältnisse

regelmäßiger Stromzug,
regelmäßige Wellen,
kleine Schwälle

unregelmäßiger Stromzug,
unregelmäßige Wellen,
mittlere Schwälle,
schwache Walzen, Wirbel, Presswasser

hohe, unregelmäßige Wellen,
größere Schwälle,
Walzen, Wirbel, Presswasser

hohe andauernde Schwälle,
kräftige Walzen, Wirbel, Presswasser

extreme Schwälle,
extreme Walzen, Wirbel, Presswasser

im allgemeinen unmöglich, bei bestimmten Wasserständen eventuell fahrbar, hohes Risiko

Flussbett

einfache Hindernisse

einfache Hindernisse im Stromzug, kleinere Stufen

einzelne Blöcke, Stufen,
andere Hindernisse im Stromzug

Blöcke versetzt im Stromzug, höhere Stufen mit Rücksog

enge Verblockungen, hohe Gefällstufen mit schwierigen Ein- und Ausfahrten

im allgemeinen unmöglich, bei bestimmten Wasserständen eventuell fahrbar, hohes Risiko


Geeignet für

(Diese Empfehlung ist nicht Bestandteil der Tabelle vom ICF)

Anfänger Durschnittlicher Paddler Erfahrener Paddler Sehr erfahrener Paddler Experten Experten

Beispiele

(Beispiele sind kein Bestandteil der Tabelle vom ICF)

Ammer:

Rottenbuch - Peißenberg bei Pegel 90 in Weilheim


Isar:

Bad Tölz - Wolfratshausen bei Pegel 65 in Bad Tölz

Ammer:

Naturwehr - Rottenbuch bei Pegel 90 inWeilheim

Obere Isar:

Hinterauthal bei Pegel 180 in Scharnitz

Ammer:

Scheibum und Naturwehr bei Pegel 90 in Weilheim


Inn:

Imster Schlucht bei Pegel 200 inHaiming

Loisach:

Dom und Treppenhaus bei Pegel 120 Gschwandt steg

Ötztaler Ache:

Waldschlucht bei Pegel 120 in Tumpen

Inn:

Brail Schlucht bei Pegel 110 in Tarasp


Senna:

Scharfes Eck ab Pegel 160 in Landeck

Ruetzbach Katarakt:

Pegel Medraz 120


Ötz:

Längenfeld - Umhausen, Pegel Tumpen 120

 

Amerikanische Wildwasser Klassifizierung

Es gibt auch eine amerikanische Wildwasser Skala. Diese hat ebenfalls die Aufgaben, die verschiedenen Wildwasser zu klassifizieren, damit die Paddler wissen was sie in den verschiedenen Abschnitten erwartet. Die amerikanische Skala hat allerdings nur 5 Stufen. Im folgenden Video werden beispielhafte Wildwasser Abschnitte von dieser Klassifizierung gezeigt. Damit wird noch einmal etwas deutlicher was mit den verschiedenen WW Einteilungen gemeint ist. 

Video: Amerikanische Wildwasser Klassifizierung.

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