Informationen zum Angeln in Schweden, Finnland und Norwegen

 

Angeln in Schweden

angelschein SchwedenAn den fünf größten Seen von Schweden ist das Angeln frei, also umsonst. Dies sind die Seen  Vänern, Vättern, Mälaren, Storsjön und Hjälmaren.

Das selbe gilt auch für die Meeresküste, auch hier darf man fast überall einfach seine Angel auswerfen und sich wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn fühlen. An der Küste gibt es allerdings ein paar Gebiete wo auch dies nicht erlaubt ist. Diese Verbote an der Küste finden sich meist an den Flussmündungen. In diesem Brackwasser (Süß- und Salzwasser vermischen sich) akklimatisieren sich oft die Lachse um sich an das Süßwasser zu gewöhnen, um später den Fluss hinauf zu schwimmen. Damit weiter oben auch noch genügend Lachse ankommen um für Nachwuchs zu sorgen, besteht in diesen Gebieten oft absolutes Angel Verbot.

Im restlichen Schweden muss man sich eine Angellizenz (schwedisch: Fiskekort) kaufen. Diese Lizenzen beziehen sich meistens auf ein ganzes Gebiet, und nicht auf einzelne Gewässer. Diese Gebiete umfassen meist mehrere Quadratkilometer und damit darf man in jedem öffentlichen Fluss oder See seinen Wurm baden. Wenn man sich eine Angellizenz für eine Kanu Tour besorgt, sollte man einfach etwas darauf achten wann man eventuell das Gebiet verlässt, für welche man sich eine Angellizenz erworben hat. In diesem Fall sind Angellizenzen für all Gebiete erforderlich welche man auf seiner Tour durchkreuzt.

Kaufen kann man diese Angellizenzen in Touristenbüros, Tankstellen, Kiosken, Postfilialen oder dem örtlichen Jagt und Angelladen. Meistens sind diese mit einem kleinen Fisch gekennzeichnet, welcher an einer Angelleine hängt.

Die Preise für eine Angellizenz sind meistens sehr günstig, zumindest verglichen mit Deutschland. Eine Wochenkarte kostet so um die 200 SEK, eine Jahreskarte 400 SEK. (Stand: Juni 2011). Zu der Angellizenz gibt es dann meistens noch eine Übersichtskarte dazu. Auf dieser sind dann alle Gewässer eingezeichnet welche mit dieser Karte befischt werden dürfen.

Die Preise können für spezielle Gewässer auch mal um einiges nach oben gehen. Dies sind dann aber oft die Flüsse welche einen extrem hohen Lachs- Bestand haben. z.B. die Mörum in Südschweden.
Zudem gibt es auch in Schweden Put-and-Take Seen. Das sind Gewässer welche ständig mit verschiedenen Fischen besetzt werden und es oft nicht lange dauert bis der Schwimmer nach unten gezogen wird. Aber auch hier ist, verständlicher Weise, eine Extra Karte erforderlich.

 

Es gibt ja immer wieder Personen welche die Größe des Landes, das Jedermann Recht, die Nähe zur Natur damit gleichsetzen das sie plötzlich einen rechtsfreien Raum betreten. Somit denken diese Pfeifen dann, da das Land ja so groß ist, sei auch das Schwarz Angeln (also das Angeln ohne Angellizenz) nur ein Kavaliersdelikt. DAS IST NICHT SO. Ein Bekannter hat dort oben mal seine Lizenz verloren, und dann stand plötzlich der Park Ranger bzw. Wildhüter vor ihm (wie aus dem Bilderbuch mit einer Grösse von 2 Metern und Totenköpfe auf den Stiefeln... wieso auch immer), obwohl sie tagelang keinen Menschen gesehen hatte. Er konnte glücklicherweise noch die Person telefonisch erreichen welche die Angellizenz an ihn verkauft hat. Diese hat am Telefon für ihn gebürgt. Davor hat der Park Ranger im erklärt das sein Urlaub erst mal vorbei sei, und das seien Ausrüstung jetzt konfisziert wird bis die fällige Strafe bezahlt ist.


Und sollten man sich in einem Gebiet bewegen welches von Samen bewohnt wird könnte Schwarz Angeln zu einer echten körperlichen Gefahr werden. Für diese stellt dieses „Deliktchen“ schweren Diebstahl dar. Denen klaut man einen Teil der Lebensgrundlage. Da kann man auch probieren einem Rocker das Motorrad zu klauen. Wenn dieser einen gerade am Kragen nach oben zieht, einmal verlegenen Lächeln und den Satz „Ich dachte ich probiere es mal“ raus pressen. Die Chancen das damit die Sache  beendet ist, stehen genau so gut. 

 

Angellizenzen / Angelscheine für Schweden Online kaufen:

Für manche Angelreviere in Schweden besteht die Möglichkeit online die nötigen Berechtigungen zu erwerben. Siehe externer Link: Angelschein für Schweden online kaufen bei iFiske

 

Angeln in Finnland

Im Normalfall müssen sich die Fisch-Jäger für das Angeln mit Wurfrolle, Spinnfischen und Fliegenfischen in Finnland folgende Genehmigungen besorgen:

  1. Die staatliche Fischereiabgabe (finnisch: kalastuksenhoitomaksu). Diese kostet 22 Euro für ein Jahr bzw. 7 Euro für eine Woche (Stand: 2012)
  2. Eine regionale Angelgenehmigung (finnisch: viehekalastusmaksu). Bei dieser reginalen Genehmigung kann es sich um die sogenannte Spinnfischereigebühr handeln, oder um eine Erlaubnis welche vom Eigentümer des Gewässers ausgestellt wurde. Die Spinnfischereigebühr kostet 29 Euro pro Jahr bzw. 7 Euro für eine Woche. (Stand: 2012)

Für einige Angelgebiete in Finnland kann man die erforderlichen Lizenzen und Genehmigungen auch schon vor dem Kanu oder Angelurlaub über das Internet buchen. Das spart Zeit vor Ort und kann somit früher aufs oder ans Wasser. Zudem weiß man vorher nicht immer genau ob das jeweilige Touristenbüro die jeweiligen Lizenzen nun verkauft oder nicht. Die Möglichkeit um online Finnische Angelkarten zu kaufen gibt es hier: www.fishing.fi


Wenn man jünger als 18 Jahre ist, oder älter als 64 Jahre, wird man etwas bevorzugt in Finnland. Denn dann ist das Angelen an vielen Gewässern mit keinerlei Auflagen oder Gebühren verbunden. Dies bedeutet das sich Jugendliche bzw. Personen welche das 65 Lebensjahr erreicht haben, sich ohne weiteres an viele  Flüsse oder Seen stellen können und angeln dürfen. Dies gilt allerding NICHT für alle Gewässer. An einigen Gewässern, insbesonders in Lappland, müssen die regionalen regionale Angelgenehmigung (finnisch: viehekalastusmaksu) immer bezahlt werden, egal welches Alter man hat. Ein Beispiel hierfür ist der Fluss Valtijoki. Allerdings kann man als unter 18 jähriger mit einer 50 % Ermässigung rechnen.

Im Jedermannsrecht von Finnland ist zusätzlich festgelegt, das sowohl das Eisfischen, wie auch das sogenannte Stippfischen von jeder Person ohne Angellizenz ausgeübt werden darf. Stippfischen bedeutet frei übersetzt die „Huckleberry Finn" Variante. Dabei darf man keine Angelrolle benutzen, man hat also nichts weiter als einen langen Stock an welchem eine Angelschnur mit Schwimmer, Hacken und Wurm befestigt ist. Mit einer solchen Konstruktion daf man sich also ebenfalls an den meinsten Gewässern angeln ohne dafür zu bezahlen.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Beispielsweise ist das Eisfischen auf dem Inarijoki generell verboten. Es gibt eine Internetseite welche allen "nicht freien" Gewässer bzw. ihre Sonderregelungen aufführt. Sie ist allerdings auf finnisch. Zu finden ist sie hier: Link. Man sollte sich also immer vor Ort noch einmal bezüglich der lokalen Angelregeln informieren. Dann ist man auf der sichern Seite und läuft nicht Gefahr die einheimischen Behörden zu verägern. Weiter, etwas allgemein gehaltenen, Informationen zu den Angelgebühren in Finnland finden sich hier: http://www.ahven.net/deutsch

 

Strafgebühren, welche auch bei Unwissenheit fällig sind, können in Finnland heftig ausfallen:

Auf unser Kanutour 2012 am Valtijoki, Poroeno und Lätäseno hatten wir das Vergnügen den dort zuständigen Ranger zu treffen. Er war dort unterwegs um die Angler an diesen Flüssen zu kontrollieren. Dieser hat uns mitgeteilt das Angeln ohne Lizenz eine Mindeststrafe von 500 EURO nach sich zieht. Weitere Angler auf diesr Reise haben uns diese Strafgebühr bestätigt. Mit Mindest Strafe ist im übrigen gemeint das die Strafe auch noch höher ausfallen kann. Gewisse Strafgebühren sind in Finnland an das Einkommen gekoppelt. Strafen für das Angeln ohne Lizenz gehöre hier offensichtlich dazu.

 

 Angeln in Norwegen

Für das Angeln im Salzwasser, also dem Meer und den Fjorden benötigt man keine Genehmigung. Für alle anderen Gewässer, also die Seen und Flüsse in Norwegen benötigt man eine Angelgenehmigung. Diese Angelscheine gelten dann, ähnlich wie in Schweden, für ein bestimmtes Gebiet in welchem es einem damit erlaubt ist zu fischen. Die Angelscheine können in Touristenbüros, Kiosken oder Sportgeschäften gekauft werden.

Im übrigen: So etwas wie den Jahresfischereischein, oder sonstige Dokumente welche nachweisen das man Angeln kann/darf ….. so etwas interessiert in ganz Skandinavien keine Sau.

 

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