Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der absoluten Basis der Outdoor Ausrüstung. Dem Ursprung, dem Anfang von Allem, dem Einzigen was draußen wirklich zählt wenn es ums nackte Überleben in der Natur geht. Es geht um:

 

Outdoor Messer

 

Wenn es um die richtige Messer Auswahl geht nähern wir uns dabei einer geradezu existenziellen Fragestellung für nahezu alle Outdoorler an.  Das Thema Messer betrifft schließlich so gut wie alle ernst zu nehmende Outdoor Aktivitäten, nicht nur Kanutouren. Beim Thema Messer sind wir weder zurückhaltend oder gar bescheiden. Auf unseren Touren haben wir verschiedene Messer dabei. Welche das sind und für was wir sie einsetzten, darauf gehen wir später ein. Zuerst müssen wir auf ein paar Umstände hinweisen welche sich für uns mit dem Messer Thema automatisch ergeben. Wir möchten kurz klarstellen weshalb wir erst im Erwachsenenalter, eine objektiven Betrachtungsweise zum Thema Outdoor Messer erlangen konnten. Der Hintergrund hierfür ist: Wir gehören zur Generation "Rambo-Messer". Dies bedeutet, wir sind aufgewachsen in einer Zeit in welcher die Cola Flaschen aus Glas bestanden, der Führerschein auf rosa Pappe gedruckt war und Telefone ein Wählscheibe hatten. Gespielt haben wir Pac Man am Atari und im Fernseher liefen „Spaß am Dienstag“ mit Ziniiii sowie „Western von gestern“ mit Fuzzy. Das absolute Erotik Highlight für pubertierende Jungs war es, wenn sich Heather Thomas im Vorspann von der Serien „Ein Colt für alle Fälle“ zwischen einer Saloon Türe in einem knappen blauen Biki räkelte.

Begriffe wie „Survival“, „Bushcraft“ oder „LNT“ gab es nicht. Man konnte auch keine „Wochenende Überlebens Kurse“ buchen und mit Paypal bezahlen. Outdoor bezog sich auf „Lägerle bauen“ im Wald, oder mit einer Drachenschnur Karpfen aus einem Waldsee zu fischen und sich dabei nicht vom Förster erwischen zu lassen.

So, und dann kam im Jahr 1982 Silvester Stallone mit seiner Vokuhila- Frisur ins Kino und hat einem gezeigt wo es lang geht. Die Aussage der Rambo Filmen war so kurz wie deren Dialoge: „Egal welches Problem du im Wald hast, mit einem Rambo Messer kannst du es lösen!“. Im zweiten Teil dieser sensationellen Filmreihe wurde die Grundaussagen noch um den Zusatz „du kannst deine Outdoor Probleme auch mit einem Bogen und explodierender Pfeilspitzen lösen“ erweitert.  Leute solche Filme prägen erheblich, das kann ich euch sagen. Da die Variante mit den explodierenden Pfeilspitzen erheblichen Ärger mit Jugendamt und Nachbarn erzeugt hätten, blieb einem nichts anderes übrig als sich mit dem Rambo Messer zu begnügen. Und so lag es dann auch irgendwann mal unterm Weihnachtsbaum.

 

Ein Meilenstein der Filmgeschichte, zumindest nach der Meinung eines 12- jährigen Jungen: Rambo II - Der Auftrag

 

Die Folgen der Rambo Filme für die Kindheit und die Gesellschaft

Als Folge dieser Filme gab es in unzähligen Läden für 20 DM diese Rambo-Messer zu kaufen. Im aufschraubaren Plastik-Griff waren „Spezial“ Streichhölzer sowie eine Angelschnur mit Hacken integriert. Die Streichhölzer hat man nie benutzt da man dieser drei äußerst wertvollen Spezial-Streichhölzer natürlich immer für den Ernstfall aufheben wollte …. wie auch immer der im Kopf eines 12 jährigen ausgesehen hat. Mit der 2 Meter Angelschnur hat man auch nie einen Fisch gefangen, es sein denn man ist über den Zaun in bei der Forellenzucht geklettert und hat dort sein Angler Glück versucht.

Besonders ärgerlich war, dass die Messer recht schnell kaputt gingen, denn die waren nach billigster Bauweise konstruiert. Das Ding bestand aus irgendeiner ausgestanzten Klinge welche natürlich auch nicht durchgehenden war. Das hier die Industrie einen mal wieder mit dem letzten Ramsch verarscht hat, war einem damals noch nicht klar. Jegliches Nicht-Funktionieren hat man darauf zurück geführt das man eben keine Special Forces Ausbildung wie Rambo hatte. Spätestens als aber die Eltern mit einem am Wochenende zur Notaufnahme ins Krankenhaus fahren mussten da man dies Sache mit „Wunden selber zunähen“ ebenfalls ausprobieren wollte und sich diese entzündet hatten, wurde nochmal einem ernsthaften Gespräch über Realitätsbezug und Hollywood Filmen geführt. In der Folge durfte man auch wochenlang nicht mehr zu dem Schulkameraden mit dem VHS Videorekorder. Offensichtlich hielten unsere Eltern die FSK Angaben nicht nur für ein unbedeutende Empfehlung und die Rambo Filme fielen ihrer Meinung nach auch nicht unter die Kategorie „Recht auf Bildung“

Damals war die Sache einfach, entweder du hattest du ein Rambo Messer oder du hattest keines. Das war eine wunderbare Aufteilung in zwei Lager. In der heutigen Zeit ist das Thema nicht mehr so einfach. Beim Thema Messer kochen bei vielen Leuten die Emotionen hoch bzw. die Gehirnzellen verabschieden sich. Das kann man dann an verschiedenen Auswirkungen beobachten. Auf Youtube findet man Filme von Personen welche in Tarnkleidung vom Überlebenskampf mit dem Messern aus deutschen Wäldern berichten. Ebenso scheint es Leute zu geben die bereit sind für ein Messer 500 Euro auszugeben nur weil die Klinge aus dem Panzerrohr von einem Gepard 2 gefertigt ist. Die Threads in Outdoor Foren in welchen es um „das ideal Messer für Outdoor Touren“ müssen aufgrund beleidigender Kommentare überproportional häufig geschlossen werden. Mensch Leute, kommt mal wieder runter auf den Boden der Tatsachen! Ich meine wir sind ja auch gerne draußen, aber egal ob das jetzt Klettern, Trekking, Packrafting oder Kanutouren angeht. Das sind alles Dinge welche Abenteuer und Entdecker auch schon vor 200 Jahren gemacht haben. Und in den meisten Fällen haben sie es auch ohne Gore Tex oder Messerklingen aus Panzerrohrstahl überlebt.


Jedenfalls sollte man beim Thema Messer irgendwann mal wieder auf das Ursprüngliche besinnen und sich darüber klar werden für was man das Outdoor Messer benötigt und wie oft man es überhaupt braucht. Es gibt in allen Preiskategorien brauchbare Messer, und mehr als 200 Euro muss man wirklich nicht dafür ausgeben. Wir werden uns also im restlichen Artikel daher ernsthaft damit beschäftigen was unserer Meinung nach wichtig ist bei einem Outdoormesser, auf was man achten sollte und welche Messer man sich mal genauer anschauen sollte.

 


Feststehende Outdoor Messer sind Werkzeuge

Wenn man länger mit Zelt und Schlafsack unterwegs ist sollte man ein brauchbares Messer mit einer feststehenden Klinge dabei haben. Das ist zumindest unserer Meinung. Wir benutzen es dabei für verschiedene Dinge wie:

Das Messer sollte dabei von seinen Eigenschaften und Qualität her ein echtes Werkzeug sein. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Unnötiger Firlefanz und Verzierungen gehören nicht auf ein Gebrauchsgegenstand. Es soll natürlich scharf sein und ebenfalls gut und sicher in der Hand liegen. Je nach dem wie oft oder für was man es einsetzt, sollte das Preis-Leistungs- Verhältnis stimmen.

Der Klingenstahl bei einem feststehendem Messer sollte durch das gesamte Messer verlaufen. Dies bedeutet das die Klinge nicht am Griff aufhört und dort irgendwie verschweißt, verklebt oder sonst was ist. Der Stahl muss durchlaufend sein um überhaupt als ein Werkzeug einsetzbar zu sein. Von feststehende Messern welche diese Eigenschaft nicht aufweisen sollte man von Anfang an die Finger lassen bzw. sich darüber klar sein das die Anwendungs- Gebiete eingeschränkt sind (z.B. kein Holz spalten mit solchen Messern). Deren Anschaffung lohnt sich unseres Erachtens selten. Durchgehende Klingen werden auch als „Full Tang“ oder „durchgehender Erl“ bezeichnet.

Das Rambo Messer aus den 80´er Jahren war zwar absoluter Schrott war aber zumindest hatte man es einfach bei der Auswahl denn es gab, im Gegensatz zu heute, nur eine Variante. Heute sieht das anders aus. Jeder Messerhersteller verspricht das beste Outdoor Messer herzustellen und man sollte es sich dieses unbedingt kaufen wenn man sein Überleben sicher möchte.

Wer möchte darf nun losziehen (neudeutsch auch googeln genannt) und recherchieren was denn nun das beste Outdoor Messer ist … das könnte aber eine Weile dauern. Es gibt so einige brauchbare feststehende Messer zu kaufen. Wer das nicht möchte für den haben wir ein paar Kaufempfehlungen für Messer zusammengestellt. Wir zeigen euch verschiedene feststehende Messer, welche wir teilweise selber verwenden und daher auch für den alltäglichen Outdoor Einsatz empfehlen können.

 


Outdoor Messer Fällkniven F1

Das F1 der schwedischen Firma Fällkniven hat berechtigter Weise eine Art Kultstatus in der Outdoorszene. Das Messer ist wirklich sehr sehr gut. Laut Herstellerangaben hat die Entwicklung dieses Outdoor / Bushcraft Messers 8 Jahre gedauert. Zudem gehört es zur Grundausstattung der schwedischen Kampfjet Piloten, das klingt Marketing- mäßig auf jeden Fall fantastisch.

 

Faellkniven-Messer-F1

Bild: Outdoor Messer Fällkniven F1

 

Das Fällkniven F1, wie auch die etwas längere Variate S1, ist ein echtes, hochwertige Arbeitstier, welches man hervorragend bei allen anstehenden Outdoor Abenteuern einsetzten kann. Der Griff aus Thermorun liegt, auch bei Nässe und Kälte, sehr griffig in der Hand Das ist sehr wichtig wenn man ein Messer benötigt welches man ständig im Einsatz hat. Mit einer Klingendicke von 4,5 Millimeter ist es für alle anstehende Arbeiten geeignet, da ein verbiegen bzw. verformen des VG10 Laminat Stahls nahezu ausgeschlossen werden kann. Die durchgehende Klinge des Fällkniven F1 steht am Ende des Griffes etwas über so das man mit dieses Stück bei Bedarf auch als Schlag- oder Druckwerkzeug einsetzen kann.

 

Die Klinge ist scharf wie ein Hanttori Hanzo Katana, und vor allem bleibt diese Schärfe aufgrund des Schliffs und des Materials sehr lange erhalten, auch bei groben Arbeiten für was diese Klinge auch ausgelegt ist. Diesbezüglich lässt die Klinge keine Wünsche offen, was in dieser Preisklasse unserer Meinung nach auch selbstverständlich sein sollte. Hier muss man allerdings darauf hinweisen das es ohne Erfahrung nicht einfach ist die konvexe Klinge nachzuschleifen. Entweder muss man sich etwas mit den Techniken des Messerschleifen auseinander setzen und sich diese aneignen, oder man geht mit dem Messer zu einem professionellen Messerschleifer.

 

Preislich liegt das Fällkniven F1 Messer bei ca. 130 Euro (Stand August 2014) und man kann es bequem über Amazon bestellen: Fällkniven F1 Outdoor Messer. Preis anzeigen und kaufen.

 

Messer: Fällkniven Outdoormesser F1
Gesamtlänge: 210 mm
Klingenlänge: 100 mm
Klingenstärke: 4,5 mm
Gewicht: 147 g (nur das Messer ohne Messerscheide)
Klingenprofil: Konvex
Klingen Material: Stahl Laminiert VG 10
Griffmaterial: Thermorun
Härte: 59 RHC
F1 Messer kaufen Fällkniven F1 kaufen

 

 

 

Jagdmesser Fällkniven S1

Das Fällkniven S1 ist im Grunde die etwas längere Variante des F1. Es ist etwas filigraner gearbeitet aufgrund der längeren  Messerklinge daher auch 30 Gramm schwerer als das Messer F1. Es ist allerdings genau wie das Outdoormesser F1 ein Arbeits- Gerät auf welches man sich hinsichtlich Qualität und Handhabung absolut verlassen kann. Die verwendeten Materialien sind exakt die selben wie beim F1. Die durchgehende Klinge besteht ebenfalls aus einem laminierten VG 10 Stahl. Beim Griff findet ebenfalls Thermorun Verwendung um auch bei Nässe und kalten Temperaturen eine sichere Handhabung zu garantieren. Man muss allerdings im Zusammenhang mit dem Fällkniven S1 Messer auf den Pragraph §42a des deutschen Waffengesetzes hinweisen. Siehe hierzu den Abschnitt weiter unten.

Preislich liegt das Fällkniven S1 Messer bei ca. 160 Euro (Stand August 2014) und man kann es ebenfalls bequem über Amazon bestellen: Fällkniven S1 Outdoor Messer. Preis anzeigen.

 

Faellkniven-Messer-S1

Bild: Fällkniven Jagtmesser S1

Messer: Fällkniven Jagdmesser S1
Gesamtlänge: 247 mm
Klingenlänge: 130 mm
Klingenstärke: 5,0 mm
Gewicht: 188 g (nur das Messer ohne Messerscheide)
Klingenprofil: Konvex
Klingen Material: Stahl Laminiert VG 10
Griffmaterial: Thermorun
Härte: 59 RHC
S1 Messer kaufen: Fällkniven S1 kaufen

 


Die Oudoor- und Jagt- Messer Fällkniven F1 und Fällkniven S1

Sowohl das Fällkniven F1 wie auch das Fällkniven S1 gibt es entweder mit einer Lederscheide (Modell: F1L bzw. S1L) oder mit einer Zytelscheide (Modell: F1Z bzw. S1Z). Und es liegt an den persönlichen Vorlieben zu was man sich hier entscheidet. Die Zytelscheide besteht aus einem modernen, robustem Kuststoff und das ein händige ziehen des Messer ist bei dieser Variante etwas einfacher. Die Lederscheide wiederum hat etwas ursprünglicheres und natürlicheres, das Ledermaterial fühlt sich einfach etwas schöner an als der Kustoff der Zytelscheide.

Faellkniven-F1-Lederscheide

Fällkniven F1 Messer mit Lederscheide

Faellkniven-S1-Zytelscheide

Fällkniven S1 Messer mit Zytelscheide

 

Wie bereits erwähnt, wir können beide Messer empfehlen da wir sie mittlerweile seit mehrere Jahren im Einsatz haben und bisher nicht enttäuscht wurden. Die beiden Messer kosten, je nach Modell und Ausführung, zwischen 130 bis 180 Euro (Angaben August 2014). Hier muss man dann abwägen ob einem das persönliche Outdoor Messer das Wert ist. Geheimtipps sind die Dinger auch nicht. Egal ob in der Survival-, Bushcraft-, Überlebenstraining-, Pfadfinde- oder Jagt- Szene, ihr werdet überall Personen treffen welche eines dieser beiden Messer verwendet. Bei uns kommt sowohl das Fällkniven S1 wie auch das F1 zum Einsatz. Beide Messer sind robuste und sehr hochwertige feststehende Messer welchen allen Outdoor Ansprüchen gerechte werden. Es gibt noch einige günstigere und gute Messer auf dem Outdoor und Bushcraft Markt zu kaufen. Allerdings sehen wie diese beiden Messer als eine langfristige wenn nicht sogar lebenslängliche Anschaffung.

 

Faellkniven-F1-und-S1

Messer Fällkniven F1 (oben) und Fällkniven S1 (unten) im Vergleich

 

Outdoor Messer Alternativen im mittleren und unteren Preissegment

So sehr wir die beiden Jagt und Outdoor Messer von Fällkniven lieben, möchten wir doch noch zwei Alternativen zu feststehenden Messern vorstellen. Wir hatten beiden Messer schon einmal in der Hand und haben sie getestet. Allerdings nie käuflich erworben, da wir ja mit den Messeren welche wir bereits besitzen durchaus zufrieden sind, da macht es halt keinen Sinn sich ein weiteres Messer zuzulegen welches für exakt die selben Aufgaben vorgesehen wäre. Der schwedische Messerhersteller Morakniv fertigt gut Messer in verschiedenen Preiskategorien. Ein verlässlicher und auch beliebter Messerhersteller.

Wer ein gutes Arbeitsmesser mit durchgehender Klinge und guter Handhabung sucht dürfte mit dem Mora Messer Bushcraft Survival sehr zufrieden sein. Ein sehr solides Messer was eine sehr gutes Preis Leistungsverhältnis hat. Zudem bekommt man auch noch gleich eine Zündstahl mitgeliefert. Bestellen kann man das Messer über Amzon: Mora Messer Bushcraft Survival Preis anzeigen.

 

Wirklich günstig ist das Mora Messer Modell Companion. Scharf mit robuster Plastik Scheide und sehr gut einsetzbar in der Outdoor Wildnisküche. Ebenfalls kann man es zum Fische schupen und ausnehmen einsetzen (siehe: Gefangene Fische töten und ausnehmen). Nur echte grobe Arbeiten wie Holz spalten usw. sollte man mit dem Messer unterlassen. Da die durchgehende Klinge fehlt ist es nicht so hart im Nehmen wie die anderen vorgestellten Messer. Aufgrund seines günstigen Preises aber trotzdem eine echte Kaufempfehlung. Bestellen bzw. kaufen kann man das Outdoor Messer ebenfalls bei Amazon: Mora Messer Modell Companion Preis anzeigen.

Mora-Messer-Kydex-Messersch

Bild: Mora Messer mit selbstgebauter Kydex Messerscheide




Paragraph §42a des deutschen Waffengesetz (Stand: August, 2014)

Bezüglich bezüglich des Tragens von Messern gibt es in Deutschland ein paar Einschränkungen. Das ist  im Grunde ok, da die Gesetzte gemacht wurden damit man gegen irgendwelche Vollpfosten vorgehen kann. Aber sie betreffen halt auch Outdoor Freunde wenn es um Messer geht. Die wichtigsten Punkte hierbei sind.

 

  • Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm sind verboten
  • Einhandmesser mit arretierbarer Klinge sind verboten

 

Das heißt wenn euch eine Ordnungshüter mit einem solchem Ding erwischt, so kann er euch rein theoretisch Ärger machen. Allerdings steht im selben Paragraphen das sie erlaubt sind wenn man eine „berechtigtes Interesse“ hat diese Messer zu verwenden.
Wir besitzen solche Messer und führen sie auf Kanutouren oder beim Angeln auch mit uns. Über die ganze Geschichte kann man jetzt ewig diskutieren. Unsere Erfahrung mit solchen Umständen, lautet dabei wie folgt: Wenn ihr einen ganz normalen Ordnungshüter darauf anspricht wenn ihr ein solches Messer dabei habt, so erklärt diesem höflich für was ihr dieses einsetzt und weshalb es beispielsweise beim Angeln von Vorteil ist ein Einhandmesser dabei zu haben. Im Normalfall passiert da nichts weiter, denn die Jungs und Mädels in Grün (oder Blau) machen auch nur ihren Job und sind im Grunde scharf darauf echte Idioten festzunehmen … die sind normalerweise nicht hinter Leuten her welche sich gerne in der Natur aufhalten und hierbei ein Messer mit sich führen. Und wenn ihr vor dem Abenteuer / Survival- / Bushcraft- / Kanu- / Trekking- Urlaub noch zum Einkaufen müsst so kann man das Messer ja in den Rucksack stecken (siehe auch: Rucksack – Kanutouren, Kanurucksack, Kanureisen und Trekking ) Das Messer muss man ja dann noch nicht unbedingt offen am Gürtel tragen.

Bezüglich der Messer Gesetzte in Schweden, Norwegen und Finnland sieht es ähnlich aus. Wenn ihr in der Natur unterwegs seit, wird euch kein Polizist oder Ranger diesbezüglich ärgern. Wenn ihr mit einem sichtbaren Messer von einer gewissen Größe zum Einkaufen oder Bummeln durch ein Dorf oder Städtchen schlendern, wird das die Leute verärgern … ganz davon abgesehen das es unhöflich ist sich so in anderen Ländern so zu verhalten. In solchen Fällen wird das Messer im Rucksack verstaut und nicht offen getragen.

 

Alles ist ersetzbar, bis auf das Messer

Wenn ihr in den Outdoor Urlaub aufbrecht könnt ihr vom Zelt bis zur Freundin / Freund alles daheim vergessen. Jeder Gegenstand ist irgendwie ersetzbar, nur eines das nicht: Das Messer!  Natürlich sind wir früher nur mit einem ledernen Lendenschutz und einem Rambo Messer :-) aufgebrochen. Ein Baumstamm wurde mit Hilfe der Zähne und des Messers ausgehöhlt, dies war das Kanu. Zelt und restliche Kleidung wurde aus den Fellen der erlegten Tiere fabriziert. Offene Fleischwunden wurden ohne Betäubung mit Hilfe von Fischgräten und Fäden aus Tierdarm zugenäht.... Durch die begrenzen, zur Verfügung stehenden Urlaubstage, sind wir heute aber leider dazu gezwungen ebenfalls auf  die Angebote der Outdoor Industrie zurückgreifen, aber das Messer ist die Grundlage. Daher heißt es auch immer: „Messer immer am Mann (oder Frau)“. Wer dagegen verstößt und dabei erwischt wird, macht 50 Extra Liegestützen.

Hinweis: Wer sich dafür interessiert mal eine Kydex Messerscheide selber zu bauen kann sich mal diesen Artikel anschauen: Kydex Messerscheide selber herstellen

 

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