Gefangene Fische töten und ausnehmen

Wir wollen auf CanoeGuide.net für Kanutouren und das Angeln begeistern. Wir versuchen an den richtigen Stellen darauf hinzuweisen, wo Gefahren lauern (siehe z.B. Artikel Sicherheit bei Kanutouren), aber wünschen uns auch den richtigen Umgang mit der Natur (siehe z.B. Artikel Müll). Daher sollte man sich als Angel Anfänger eines vor dem Angeln überlegen. Wenn ein Fisch angebissen hat, kurbelt man die Angelleine ein. Dies ist der sogenannte Drill. Darauf holt man den Fisch aus dem Wasser (z.B. mit einem Kescher), und hat danach genau zwei Möglichkeiten:

  1. Man fasst den Fisch mit nassen Händen an, löst diesen vom Haken und setzt in schonend zurück ins Wasser. Der Fisch kann anschließend noch ein langes, glückliches und erfülltes Fischleben führen. Um das Ablösen vom Haken schnell und schonend vornehmen zu können, gehört eine Hakenlöser Zange zur Grundausrüstung eines jeden Anglers.
  2. Oder man nimmt den Fisch und tötet diesen. Anschließend nimmt man den Fisch aus und kann sich ihn auf dem Lagerfeuer zubereiten (Outdoor Stockfisch / Steckerlfisch (bayrisch),  Knusperlis draus machen (Outdoor Knusperlis / Fischfilet im Teig- Mantel) oder Fischburger (Fischburger - Die Nummer Eins der besten (Outdoor-) Rezepte)

Zurücksetzen oder töten, beides sollte man sofort machen. Angel Anfänger haben mit beiden Tätigkeiten oft ein Problem, vor allem mit dem Töten. Das ist auf eine gewisse Art verständlich, aber wenn man mit den beiden Dingen unnötig lange wartet, ist dies Tierquälerei. Daher sollte man sich vor dem Angeln darüber im Klaren sein, dass man dies tun muss. Am besten ist es, wenn man jemanden dabei hat, welcher beides schon einmal gemacht hat. Dann bekommt man eine persönliche praktische Einweisung. Wenn man nun keinen Angel-Guide zur Hand hat, welcher einem zeigt, wie man einen Fisch tötet, so sollte man sich im Kopf zumindest darauf vorbereiten und sich dann auch schnell überwinden, wenn es soweit ist.

Abendessen-Fisch

Bild: Getötet und ausgenommen. Fertig für die Outdoor Küche


Sich erschrecken, wenn man plötzlich doch etwas an der Angeln hat, ist ja doch etwas peinlich. Kreischend, lachend oder aufgeschreckt wie in einem Hühnerstall um einen gefangenen lebenden Fisch herum zu flattern, ist eine Sauerrei.

 

Einen Fisch tötet man waidgerecht auf folgende Weise:

  1. Man betäubt den Fisch mit einem Schlag auf den Kopf bzw. in das Genick.
  2. Danach tötet man den Fisch mit einem Herzstich oder einem Kiemenstich. Der Herzstich setzt etwas oberhalb der Brustflossen an. Der Kiemenstich geht direkt durch die Kiemen und man schneidet etwas mit dem Messer.

Anschließend kann man den Fisch ausnehmen und je nach gewünschter Zubereitungsform noch in Stücke schneiden oder filetieren. Bei diesen nachfolgenden Tätigkeiten kann man sich wieder etwas mehr Zeit lassen, da der Fisch dann ja schon tot ist.

 

Video 1: Das Töten und Ausnehmen von einem gefangenen Fisch zeigt der Zusammenschnitt des folgenden Videos:

 

 

Video 2: Erfolgreiches Spinnfischen am Forellensee. Nach dem Biss wird der Fisch gelandet und anschließend betäubt und getötet

 

Hinweis: Nach, oder vor dem Ausnehmen sollte man den Fisch noch schuppen. Es sei denn man möchte zum Beispiel Stockfisch zubereiten (Siehe Outdoor Kochrezepte: Outdoor Stockfisch / Steckerlfisch (bayrisch) ), da kann das entschuppen der Fische auch entfallen.

 

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